Akku-Elektrowerkzeuge bei Profis beliebt – Hobby-Handwerker greifen wieder zu KabelgerĂ€ten

Mit oder ohne Kabel? Aktuelle GfK-Zahlen zeigen: Hobby-Handwerker greifen seltener zu Akku-Elektrowerkzeugen als Profis. WĂ€hrend die HĂ€lfte der im Fachhandel verkauften ElektrogerĂ€te ĂŒber einen Akku betrieben wird, sind es in vorwiegend von Do-It-Yourself-Kunden aufgesuchten HandelskanĂ€len wie BaumĂ€rkten, Internetgeneralisten, Kauf- und WarenhĂ€usern sowie dem Lebensmitteleinzelhandel rund 41 Prozent – mit leicht abnehmender Tendenz.
Insgesamt legte der deutsche Markt fĂŒr handgehaltene Elektrowerkzeuge von Januar bis Oktober 2016 leicht zu, insgesamt um 1,4 Prozent.
Laut einer aktuellen GfK-Analyse wurden mit den 18 wichtigsten Produktgruppen* im Bereich handgehaltene Elektrowerkzeuge in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 in Deutschland 608 Millionen Euro erwirtschaftet. Nicht mehr ganz die HĂ€lfte des Umsatzes entfiel dabei auf den Werkzeugfachhandel. Vor allem im Handelskanal der BaumĂ€rkte stieg das Umsatzvolumen um fĂŒnf Prozent auf 213 Millionen Euro im Zeitraum Januar bis Oktober 2016. Wachstumsimpulse kamen aber auch von den Internetgeneralisten sowie den Kauf- und WarenhĂ€usern.

Anzahl der verkauften Akku-Elektrowerkzeuge erstmals rĂŒcklĂ€ufig

Im Januar 2015 durchbrach der Umsatzanteil akkubetriebener Elektrowerkzeuge die 50 Prozent Marke. Auch die StĂŒckzahl erreichte mit 2,9 Millionen verkauften Akku-Elektrowerkzeugen einen Höhepunkt. Im Jahr 2016 kommt es jedoch, was die StĂŒckzahl betrifft, zur Trendumkehr. Von Januar bis Oktober 2016 wurden im Vorjahresvergleich 1,4 Prozent weniger Akku-GerĂ€te verkauft (insgesamt 2,2 Millionen StĂŒck).

Akkubetriebene Elektrowerkzeuge im Fachhandel nach wie vor beliebt

Ein Blick auf die einzelnen HandelskanĂ€le zeigt, dass der Trend hin zu Akku-Elektrowerkzeugen im Fachhandel weiter anhĂ€lt. Zwar setzte diese Entwicklung aufgrund der Akku-Leistung erst spĂ€t ein und schritt dann langsamer voran, akkubetriebene Elektrowerkzeuge sind heute jedoch weiter auf dem Vormarsch. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 werden etwa die HĂ€lfte (0,6 Millionen) der im Fachhandel verkauften ElektrogerĂ€te ĂŒber einen Akku betrieben und gehen mit einem im Vergleich zu kabelgebundenen GerĂ€ten um 20 Prozent höheren Durchschnittspreis von 252 Euro ĂŒber den Tresen.

Hobby-Handwerker kaufen lieber kabelgebundene Elektrowerkzeuge

In den eher von Do-It-Yourself-Kunden aufgesuchten HandelskanĂ€len wie BaumĂ€rkten, Internetgeneralisten, Kauf- und WarenhĂ€usern sowie dem Lebensmitteleinzelhandel hat sich der Trend hin zu Akku-Elektrowerkzeugen inzwischen gelegt. Im Jahr 2014 war er stark befeuert worden von Treuepunkteaktionen der LebensmittelhĂ€ndler. Im darauffolgenden Jahr wurden diese Niedrigpreisaktionen in deutlich geringerem Maße durchgefĂŒhrt, somit flachte auch das Wachstum der AkkugerĂ€te im Nichtfachhandel ab. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2016 liegt der Anteil der verkauften kabelgebundenen Elektrowerkzeuge mit 41 Prozent in der StĂŒckzahl nun wieder auf dem Niveau des Jahres 2012 (1,6 Millionen StĂŒck). Der erzielte Umsatz bleibt jedoch aufgrund steigender Preise fĂŒr steigende AkkukapazitĂ€ten mit 54,7 Prozent (144,3 Millionen Euro) stabil.

Gerade deswegen dĂŒrften Akku-Elektrowerkzeuge auch fĂŒr diese HandelskanĂ€le ein interessantes Segment bleiben. Der Durchschnittspreis liegt hier mit 148 Euro im Vergleich zu den kabelgebundenen GerĂ€ten um satte 62 Prozent höher.

Zur Studie

Die Daten zu den unterschiedlichen AbsatzkanĂ€len werden von GfK in kontinuierlichen Stichproben erfasst und hochgerechnet. In das GfK Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Über die Warengruppen aller Sektoren hinweg ergibt sich somit ein Bild ĂŒber die Entwicklung des Marktes fĂŒr verschiedene Gebrauchs- und VerbrauchsgĂŒter. Im Bereich Elektrowerkzeuge erfasst GfK HandelsumsĂ€tze unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Italien, Spanien, Schweden und Russland.

*In der Studie wurden die 18 wichtigsten Warengruppen innerhalb der Elektrowerkzeuge analysiert: Bohrmaschinen, BohrhĂ€mmer, Schlagbohrmaschinen, Schrauber, HandkreissĂ€gen, StichsĂ€gen, SpezialsĂ€gen, Bandschleifer, Schwingschleifer, Deltaschleifer, Exzenterschleifer, Multischleifer, kleine Winkelschleifer, große Winkelschleifer, Elektrohobel, Heißluftpistolen, Elektrotacker und Multifunktionswerkzeuge.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de.
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2 Kommentare

  1. Ich denke mal, dass Einsteiger oder Heimwerker sich weniger mit der Materie auseinandersetzen und demzufolge auch nicht das kaufen, was eigentlich besser erscheint.

    Profis hingegen haben andere AnsprĂŒche und wissen die VorzĂŒge eines Akku-Bohrhammers zum Beispiel mehr zu schĂ€tzen.

    Und wenn man ohne Vorwissen in den Baumarkt geht, ist das auch nicht gerade von Vorteil. Die Mitarbeiter wollen halt ihre Werkzeuge verkaufen.

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